Kraftfelder des Wandels
摘要
Es sind drei globale Umbrüche, in welche die Forst- und Holzwirtschaft eingebettet ist: die Nachhaltigkeits-, die Klima- und die soziale Wende, die sämtliche Lebensbereiche durchdringen. Das vorliegende Kapitel charakterisiert die Kraftfelder, welche dieses drei Wenden erzeugen. Die forstliche Nachhaltigkeit entstand an einem Phasenübergang, der durch die Aufklärung, die industrielle Revolution und die Krise des sächsischen Erzbergbaus geprägt war. Die Nachhaltigkeitswende, wie wir sie heute erfahren, entstand im Sog der ökologischen Revolution um 1970. Sie stellt die Wechselwirkungen menschlichen Handelns mit der Bio-, Geo-, Hydro- und Atmosphäre ins Zentrum der Überlegungen mit dem Ziel, die zulässige Belastung durch Nutzung, Emissionen und Abfälle innerhalb tolerierbarer Grenzen zu halten. Dieses Verständnis unterscheidet sich grundlegend vom Konzept der forstlichen Nachhaltigkeit, wie es 18. und 19. Jahrhundert entstanden ist. Die Klimawende umfasst die Veränderung des Strahlungshaushaltes der Atmosphäre und deren Folgen für die Menschheit und das Erdsystem. Die derzeitigen politischen Aktivitäten versuchen, nicht tolerierbare Veränderungen zu vermeiden, was mit einem maximal tolerierbaren Temperaturanstieg von 1,5 °C beschrieben wird. Es besteht allerdings wenig Hoffnung, dass sich dieses Ziel erreichen lässt, womit es dringend Strategien und Taktiken braucht, wie wir bestmöglich mit den Folgen umgehen können.