Translations on Martyrdom During the Early Modern Persecution of Christians in Japan
摘要
Das Kapitel untersucht die Entwicklung sprachlicher und kultureller Übersetzungen des Konzepts des Martyriums in Japan. Das Martyrium erfuhr im Katholizismus in Europa im 16. und 17. Jahrhundert eine Renaissance, sodass frühneuzeitliche jesuitische Japanischübersetzungen diesem Thema viele Seiten widmen, insbesondere in Hinblick auf die Verfolgung von Missionaren und Konvertiten in Japan. Der Erfolg der Mission ist in der klaren epistemischen Unterscheidung des katholischen Glaubens im Gegensatz zu traditionellen japanischen Religionen, vor allem dem Buddhismus zu sehen. Eine Möglichkeit, die Grenzen zwischen den ‚wahren‘ und den ‚falschen‘ Religionen zu markieren, bestand darin, ‚unzweideutige‘ Begriffe zu prägen. Als die japanischen Behörden beschlossen die christliche Religion zu verbieten, konnten Katholiken allerdings unter anderem durch die Verwendung solcher Begriffe aufgespürt werden.