Zur Einführung: Rechtsnorm und ästhetische Reflexion. Zum Verhältnis zwischen den Hermeneutiken des Rechts und der Literatur
摘要
Friedrich von Gentz und Clemens von Metternich haben lebenslang mit großer Begeisterung Heinrich Heines Dichtungen gelesen – und sie zugleich aus politischen Gründen verboten. Gentz und Metternich konnten folglich unmittelbar zwischen einer literarischen und einer juristischen Lektüre der Dichtungen Heines unterschieden. Aus diesem historischen Beispiel ergeben sich Fragen nach dem Verhältnis der Auslegung des Rechts und der Literatur. Im Zentrum steht dabei die Differenz zwischen der starken normativen Dimension des Rechts und der eher gemäßigten Verbindlichkeit der Regeln literarischen Schreiben.