Kategoriale Homonymie – Ein übereinzelsprachliches Konzept zur Beschreibung der sprachlichen Realisierungsebenen von Kategorien im diachronen Wandel
摘要
Die Nominalphrase „Kategoriale Homonymie“, deren begriffliches und sprachpraktisch relevantes Konzept hier dargestellt werden soll, fordert auf den ersten Blick zu einer Klärung der Termini Kategorie und Homonymie heraus. Um dieser Versuchung nicht zu erliegen, greife ich als Ausgangspunkt auf die sehr griffigen Definitionen von Ludger Hoffmann in der von Hans-Werner Eroms, Gerhard Stickel und Gisela Zifonun herausgegebenen Grammatik der deutschen Sprache (1997) zurück: „Zum Inventar der Kategorien gehören“ nach Hoffmann in Anlehnung an Eisenberg (1989: 36 ff.) grammatische Kennzeichnungen wie ,Akkusativ‘, ,Singular‘ oder ,Maskulinum‘, die zur Klassifikation sprachlicher Formen herangezogen werden“ (IDS-Grammatik, 1997: 25).