Jean Fourquets Kategorienzeichen und die Opposition da vs. so
摘要
Hauptziel der vorliegenden Arbeit ist es, den Begriff ‚Kategorienzeichen‘ (frz. „catégories“) zu untersuchen, den Jean Fourquet in seinem grammatischen Modell (1970, 1980) neben der Konnexion der Syntax des Deutschen zugrunde legt. Es handelt sich um ein vielseitiges, teilweise verdecktes Phänomen, das sich sowohl auf die Nominal- und Verbalphrase, als auch auf Satz- und Textebene auswirkt und an der Determination des entsprechenden Satz- oder Textstücks beteiligt ist. Um seinen Wirkungsbereich genau zu erfassen, scheint es sinnvoll, Morpheme zu untersuchen, die überall im Fourquetschen Kategorialrahmen auftreten. Dem Sprachforscher stehen die Marker da und so zur Verfügung, die als Artikelteil in der Nominalphrase (der da vs. so ein), als Adverbien, als Subjunktoren und Korrelate in der Verbalphrase, oder als Textscharniere fungieren können, und die dazu noch überraschenderweise über eine ständige Bedeutungsdifferenzierung hinaus ein auffällig ähnliches Bindungs-Verhalten aufweisen: sie treten nämlich in vergleichbaren Kontexten auf, wo sie in Opposition zueinander stehen. Wenn es hier gelingen sollte, das Oppositionssystem aufzudecken, das sich sowohl aus den Gemeinsamkeiten zwischen den Markern da und so als auch aus ihren Differenzen ergibt, wäre damit (so die Hoffnung) nicht nur ein Einblick in die Syntax der deutschen Determinantien gewonnen, sondern auch das Verständnis des Fourquetschen Begriffs ‚Kategorienzeichen‘ vertieft und erweitert.