Max Bense in der ‚Sowjetischen Besatzungszone‘ (SBZ)
摘要
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Bense von seiner Labortätigkeit befreit und nahm eine Vielzahl an Aufgaben der Verwaltung und der Lehre an Hochschulen wahr. Als eine Person, die nicht emigrierte, sofort verfügbar war, offiziell unbelastet und mit ausgewiesener Expertise, war er schnell vielgefragt. An der Universität Jena fand er seine Berufung: zunächst als Kurator mit Lehrauftrag, dann als Professor. Dabei geriet er in Konflikt mit den sowjetischen Besatzern und sah sich mit Machtkämpfen innerhalb der Universität konfrontiert. Hatte er im Jahr 1945 nichts publiziert, veröffentlichte er anschließend eine Vielzahl an Schriften. In seinen Wiedervorlagen zeigt sich dabei besonders, dass seine Ausführungen zum Existenziellen ganz eng mit seiner eigenen Existenz als Philosoph verwoben waren. In Jena und Umgebung bildeten sich schnell neue Kreise mit prägenden Kontakten für Bense, mit denen er weit in die 1950er und 1960er Jahre verbunden blieb.