Unruhefelder um Max Bense vor 1945
摘要
Benses Aufwachsen war bestimmt von zahlreichen Ortswechseln, die ihn nachhaltig prägten: Aus seiner Kindheit im Elsass resultierte eine fortwährende literarisch-künstlerische Nähe zu Frankreich, seine Jugend in Thüringen wurde für ihn Ort der Rückkehr und Bezugspunkt deutscher Geistesgrößen, das pulsierend intellektuelle Rheinland seiner Studienzeit bestimmte seine Philosophie an den Grenzen zwischen Natur- und Geisteswissenschaften. Benses Studien- und berufliche Anfangszeit in den 1930er Jahren fiel in die Zeit der Machtergreifung der Nationalsozialisten und blockierte seine Karriere als Professor. Bis in das Jahr 1945 war er naturwissenschaftlich und journalistisch in ständig wechselnden Orten tätig. Diese Unbeständigkeit nutzte er produktiv, der konkrete und abstrakte Raum wurde für ihn Fixpunkt seiner frühen Schriften. Seine Existenz sicherte er durch den Aufbau eines Netzwerks der nicht emigrierten Intellektuellen, das bis in die Nachkriegszeit verlässlich wirkte.