Schluss
摘要
Die Eingangsfrage nach dem Verhältnis von Romantik und Realismus in der Literatur des 19. Jahrhunderts spricht grundsätzliche Probleme der Literaturgeschichtsschreibung an. Entgegen der Persistenz dieses 19. Jahrhunderts auch in der Literaturhistoriografie, das heißt der Fortschreibung einer durch die realistische Literaturkritik um 1850 etablierten Zäsur, lässt sich dieses Verhältnis als kulturgeschichtliche Korrelation beschreiben, als konstitutives Wechselverhältnis, in dem sich programmatisch Realistisches und Romantisches sowohl bedingen wie hemmen. Diese Feststellung erlaubt es, ein anderes, nicht teleologisches Beschreibungsmodell zu formulieren, das den kulturellen, funktionalen und poetologischen Transformationen jener Literaturen Rechnung trägt.