Romantischer Realismus. Einleitung
摘要
»Romantik ist die Welt des sich entfremdeten Geistes, des Geistes, der in sich selber ein absolut Fremdes vorfindet, und dieses Fremde als sein heiligstes Eigenthum hegt« (Julian Schmidt: Die Metamorphosen der Romantik. In: Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik und Literatur 6/1 (1847), 460–474, hier 465.) – mit diesen Worten führt Julian Schmidt die (zunächst auf das Mittelalter datierte, sodann als Denkform allgemein gehaltene) Romantik als Antagonistin seines realistischen Programms ein. Sie ist die »Entzweiung des Geistes« (Ebd.), die sich in der »romantischen Schule« an der Wende zum 19. Jahrhundert bewusst dem »ganze[n] Chaos der irrationalen Vorstellungen« (Ebd., 466 f.) aller Zeiten hingibt.