Alle Eisenbahnfahrzeuge benötigen für ihre behinderungsfreie Fahrt einen von festen Gegenständen freigehaltenen lichten Raum. Für Fahrzeuge und Infrastruktur gelten gemeinsame Bezugslinien, so nach EN 15273 die Profile G1, G2 und das große Profil GC für Neubaustrecken. Ein Teil der Fahrzeugbewegungen auf dem Gleis wird fahrzeugseitig berücksichtigt, wie die Sehnenstellung des Fahrzeugs im Gleisbogen und ein Teil des Wankens. Die Infrastrukturseite berücksichtigt weitere Auswirkungen von planmäßigen und zufälligen kinematischen Phänomenen, ausgehend von der Bezugslinie und mit pauschalierten Ansätzen für Fahrzeugbewegungen und Gleislageunregelmäßigkeiten. Hieraus ergeben sich Mindestlichträume und Gleisabstände, berechnet entweder nach der älteren statischen Methode oder nach der neueren, kinematischen Methode gemäß EBO von 1991. Bei Streckenquerschnitten berücksichtigt man u. a. die Aerodynamik vorbeifahrender Züge, Sicherheitsräume neben dem Gleis und Randwege. Bei Bahnsteiganlagen bestimmen Sicherheit und Funktionalität an der Schnittstelle Infrastruktur/Eisenbahnzug die Dimensionierung.

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Begrenzungslinien, Lichträume und Querschnittsgestaltung der Bahnanlagen

  • Eberhard Jänsch

摘要

Alle Eisenbahnfahrzeuge benötigen für ihre behinderungsfreie Fahrt einen von festen Gegenständen freigehaltenen lichten Raum. Für Fahrzeuge und Infrastruktur gelten gemeinsame Bezugslinien, so nach EN 15273 die Profile G1, G2 und das große Profil GC für Neubaustrecken. Ein Teil der Fahrzeugbewegungen auf dem Gleis wird fahrzeugseitig berücksichtigt, wie die Sehnenstellung des Fahrzeugs im Gleisbogen und ein Teil des Wankens. Die Infrastrukturseite berücksichtigt weitere Auswirkungen von planmäßigen und zufälligen kinematischen Phänomenen, ausgehend von der Bezugslinie und mit pauschalierten Ansätzen für Fahrzeugbewegungen und Gleislageunregelmäßigkeiten. Hieraus ergeben sich Mindestlichträume und Gleisabstände, berechnet entweder nach der älteren statischen Methode oder nach der neueren, kinematischen Methode gemäß EBO von 1991. Bei Streckenquerschnitten berücksichtigt man u. a. die Aerodynamik vorbeifahrender Züge, Sicherheitsräume neben dem Gleis und Randwege. Bei Bahnsteiganlagen bestimmen Sicherheit und Funktionalität an der Schnittstelle Infrastruktur/Eisenbahnzug die Dimensionierung.