Nördliche Kalkalpen
摘要
Der Naturraum der Nördlichen Kalkalpen umfasst in diesem Abriss einen Teil der Nördlichen Ostalpen mit einer Längserstreckung von fast 200 km und einer maximalen Breite von 50 km vom Bodensee bis Salzburg (Abb. 9.1). Die Landschaft ist geprägt von Ost nach West verlaufenden Kettengebirgen mit dazwischen gelagerten Gebirgsstöcken, die durch markante Täler betont werden. Die Reliefenergie ist hoch, wobei die nördlich vorgelagerten Gebirgsketten teils Mittelgebirgscharakter aufweisen und häufig im Gipfelbereich mit Wiesen oder Wald bedeckt sind. Die südlichen Hauptketten ragen bis über 3000 m NN auf und erscheinen mit senkrechten Kalkwänden als schroffes Hochgebirge. Vereinzelte Gipfel tragen nordseitig noch kleine Gletscherreste. Karstbildungen, wie ausgedehnte Höhlensysteme und Dolinen, gewaltige Schuttströme und Felsstürze (Fernpass) sind ein weiteres Charakteristikum. Die östlichen Ketten sind obendrein durch Hochplateaubildung mit steilen Randkaren gekennzeichnet. An Talformen kommen Schluchten, Klammen, Kerb- und Trogtäler in unterschiedlicher Ausprägung vor. In der Regel sind die Täler scharf eingeschnitten, mit abschüssigen Hängen versehen und bewaldet; stellenweise vereinigen sie sich zu Beckenlandschaften wie bei Ehrwald, Seefeld oder Mittenwald. Die Entwässerung erfolgt meist gegen Norden.