Waldregeneration und Sukzession
摘要
Bei heutigem Klima wären ohne menschlichen Einfluss und bis auf wenige Sonderstandorte wie alpine Hochlagen, salzige Marschen, übernasse Moorstandorte beschränkt, Wälder die dominierende Vegetationsform. Es ist die menschliche Aktivität, die zu einer Öffnung der Wälder und der Entstehung von Kulturlandschaften führte, mit einem Mosaik von Offenlandvegetationsformen wie Äcker, Weiden, Wiesen und Heiden. Stellt der Mensch die Nutzung dieser Flächen ein, beginnt ein Wiederbewaldungsprozess (Abb. 50.1), der durch eine schrittweise Abfolge typischer Pflanzenvergesellschaftungen charakterisiert ist. Wissenschaftlich ausgedrückt handelt es sich hierbei um eine sekundäre progressive Sukzession. Sukzession (von lat. succedere = nachrücken) bezeichnet einen Vegetationswandel, der durch eine Abfolge von Pflanzengesellschaften gekennzeichnet ist und durch umweltbedingte Veränderungen ausgelöst wird. Diese Auslöser können natürlichen Ursprungs sein wie die Verlandung eines Sees (s. Exkurs Kap. 7 ), aber auch kulturbedingt, wie eine Nutzungsaufgabe mit anschließendem Brachfallen. Man unterscheidet hierbei primäre und sekundäre Sukzession. Bei Ersterer handelt es sich um eine von Rohböden ausgehende Sukzession , wie zum Beispiel im Falle der Vegetationsentwicklung auf über lange Zeit vergletscherten Gebieten oder auf Standorten ohne Vegetation und ohne Diasporenbank im Boden. Bei der sekundären Sukzession gehen die Sukzessionsprozesse von bereits bestehender Vegetation und diasporenhaltigem Untergrund aus.