Weserbergland und nördliches Harzvorland
摘要
Als Weserbergland wird hier der nördlichste Mittelgebirgsbereich westlich des Harzes zusammengefasst. Es erhebt sich über die Norddeutsche Tiefebene und erstreckt sich von West nach Ost über 500 km vom Mittellandkanal über das Osnabrücker Land, das Lipper Bergland und das eigentliche Weser- und Leinebergland bis nach Halberstadt im nördlichen Harzvorland. Im Südwesten engt die Westfälische Bucht das Bergland zum Harz und zum Thüringer Becken hin auf eine Breite von etwa 200 km ein (Abb. 41.1). Hier reicht das Gebiet von der Paderborner Hochfläche über Eggegebirge, Oberwälder Land und Warburger Börde zur Weser und weiter über Solling, Reinhardswald und Leinetal bis in das Untereichsfeld bei Duderstadt. Der Zusammenfluss von Fulda und Werra markiert bei Hannoversch Münden (120 m NN) die Grenze zum südlich angrenzenden Hessischen Bergland. Aus der Vereinigung beider Flüsse geht die Weser hervor. Sie durchbricht das Sollinggewölbe zwischen Solling, Reinhards- und Habichtswald westwärts nach Bad Karlshafen, von wo die Weser einen großen Bogen in Richtung zur Porta Westfalica südlich von Minden macht, um zwischen Wiehen- und Wesergebirge hindurch in nur mehr 40 m Höhe ihr Bergland in Richtung Nordsee zu verlassen. Den geologischen Untergrund dominieren Sedimentgesteine des Erdmittelalters (Mesozoikum), in der Fläche die der Trias, in den umgebenden Randgebirgen besonders auch solche aus der Jura- und der Kreidezeit. In den Randgebirgen sind die Gesteinsschichten durch tektonische Prozesse stark versetzt und verstellt.