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Sauerländisches Bergland und Westerwald

  • Richard Pott

摘要

Die Mittelgebirge Sauerländisches Bergland und Westerwald sind Bestandteile des östlichen Rheinischen Schiefergebirges (Abb. 34.1). Sie entstanden vor etwa 400–290 Mio. Jahren im Zuge der variszischen Gebirgsbildung. Das sogenannte Rhenoherzynikum weist in Struktur und geologischer Entwicklung enge Zusammenhänge mit dem Harz weiter im Osten auf. Die Gesteine stammen bis auf eng begrenzte Gebiete mit älteren Schichten hauptsächlich aus dem Devon und Karbon. Randlich greifen Gesteine aus dem Zeitraum des Perms bis zur Kreide auf das Rheinische Schiefergebirge über. Die Bezeichnung Schiefergebirge verleitet zwar zu der Annahme, dass im Rheinischen Schiefergebirge besonders viel und fast überall Schiefer vorkommt, der als Baumaterial für den beliebten Dachschiefer vielerorts genutzt wurde und wird. Solche Schiefergesteine finden sich aber nur in begrenzten Bereichen aufgeschlossen, wie in Teilen des Bergischen Landes und im Siegerland. Die Hauptmasse der Gesteine im Sauerländischen Bergland und im Westerwald sind geschieferte, sandige Tonsteine, Sandsteine, Grauwacken und Quarzit. Massenkalke aus dem Mitteldevon sind punktuell eingeschaltet. Sie zeigen Karsterscheinungen mit Höhlenbildungen. Vulkanische Gesteine wie Basalt, Tuffstein und Bimsstein gibt es nur lokal im Westerwald; sie wurden im Paläogen und Neogen auf dem alten Gebirgsrumpf des Schiefergebirges abgelagert.