Mittel- und unterfränkisches Maingebiet und Fränkische Alb
摘要
Der Naturraum lässt sich in die Naturraum-Haupteinheiten Fränkische Alb im Süden und Osten, das Fränkische Keuper-Lias-Land im Zentrum und die Mainfränkischen Platten mit dem mittleren Maintal im Nordwesten gliedern (Abb. 30.1). Der betrachtete Raum wird im Osten durch die Oberpfälzer Senke und im Süden durch die Donau begrenzt. Im Nordwesten bilden die Mittelgebirge Odenwald, Spessart und Rhön, im äußersten Norden die Werra und das Vorland des Thüringer Waldes die Grenze. Nach Westen schließen die Gäuplatten des Tauberlandes und das Schwäbische Schichtstufenland sowie im Südwesten das Ries an. Der Raum ist aus mesozoischem Deckgebirge aufgebaut und Teil des süddeutschen Schichtstufenlandes. Das Relief ist durch Becken- und Stufenlandschaften mit niedrigem Hügellandcharakter geprägt. Die höchsten Erhebungen erreichen 653 m NN am Poppberg in der Fränkischen Alb und 689 m NN am Hesselberg im nördlichen Vorland der südlichen Frankenalb. Die Stufenhochflächen erreichen Höhen zwischen 400 und 600 m NN. Die niedrigsten Punkte liegen im westlichen Unterfranken bei Homburg am Main mit etwa 140 m NN. Während der quartären Kaltzeiten war die Region nicht vergletschert, sondern durch Permafrost beeinflusstes Periglazialgebiet. Die entsprechenden reliktischen periglazialen Formen wie Sanddünen, Lössablagerungen, Deckschichten und Blockschutthalden sind noch zahlreich in der Landschaft anzutreffen. Oberflächlich stehen in den größeren Flusstälern von Main, Altmühl, Regnitz und Pegnitz, die das Hügelland durchziehen, Terrassensedimente und Schotter quartären Alters mit Auenböden an. Die Landschaft ist äußerst arm an Seen und Mooren. Nur sehr wenige degradierte Niedermoore oder abgedeckte Torfe treten auf, vor allem in Flusstälern. Es handelt sich um einen sehr günstigen Siedlungsraum, der früh besiedelt wurde. Er ist heute in den Tieflagen waldarm und nur in den Lagen oberhalb 500 m waldreicher (Abb. 30.2). Die Besiedlungsdichte ist bei einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung (u. a. Gemüseanbau und Sonderkulturen) hoch.