Schluss
摘要
Die vorliegende Arbeit hat es sich zum Ziel gemacht, das ästhetische Potenzial einer Gattung zu erschließen, der gemeinhin ein „Verzicht auf komplexere Darstellungsstrukturen“ unterstellt und die als ästhetisch anspruchslos diskreditiert wird. Sie hat gezeigt, dass die testimoniale Exilautobiographik erst dann zu ihrem (literaturwissenschaftlichen) Recht kommt, wenn ihre sozialkommunikative Funktion und ihre gattungsspezifische Eigenlogik berücksichtigt wird. Die ästhetische Qualität der testimonialen Autobiographik liegt in ihrer kommunikativen Dimension begründet, die als ein Transaktionsverhältnis zwischen Autor:in, Text und Leser:in beschrieben wurde.