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Einführung: Exil, Autobiographie, Komplizenschaft

  • Janina Meissner

摘要

Zwischen 1933 und 1945 dokumentierten zahlreiche Geflüchtete ihre Erfahrungen mit dem NS-Regime, um die (Welt)-Öffentlichkeit über dessen Verbrechen aufzuklären. Dass gerade autobiographische Schreibweisen im Exil so weitverbreitet waren, hängt unauflöslich mit der historischen Krisensituation zusammen, in der diese Texte entstanden. Die Erfahrung von Dislokation und Disruption destabilisierte und schärfte zugleich den Blick auf die eigene Identität. Wie Wulf Koepke feststellt, ist „das ständige Nachdenken über das eigene Ich, die eigene Lage“ prägend für das Exil „und das fand vielfachen literarischen, publizistischen und künstlerischen Ausdruck“, wobei „die Grenzen zwischen Dokumentation und Literatur fließend waren“.