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(Un-)Recht im Computerspiel? Ein naturrechtlicher Aufschlag mit J. G. Fichte

  • Samuel Ulbricht

摘要

Gelten Rechtsnormen auch im Computerspiel? Mit dieser Frage, die anders als die Frage nach moralischen Normen im Computerspiel kaum je gestellt wurde, beschäftigt sich der vorliegende Beitrag und entwickelt eine Antwort mithilfe der Naturrechtstheorie J. G. Fichtes. Es wird sich zeigen, dass Computerspiele alle Bedingungen für ein Fichte’sches Rechtsverhältnis erfüllen: Sie konstituieren virtuelle Räume, in denen wirksame und freie Handlungen in der Interaktion mit anderen Individuen ausgeführt werden können. Dennoch bergen Computerspiele rechtsphilosophische Besonderheiten: Handlungen im Computerspiel sind rechtlich irrelevant, wenn sie durch Spielregeln explizit legitimiert sind und keine Personen tangieren, die dem Spiel nicht zugestimmt haben. Dies betrifft, wie sich zeigen wird, vor allem Singleplayer-Spiele, während sich die meisten Handlungen in Multiplayer-Spielen im Spektrum der (Il-)Legalität bewegen.