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Speispinnen (Scytodidae)

  • Wolfgang Nentwig,
  • Jutta Ansorg,
  • Paula Cushing,
  • Yvonne Kranz-Baltensperger,
  • Christian Kropf

摘要

Man könnte behaupten, dass Speispinnen eine eher unbedeutende Spinnenfamilie sind. Derzeit sind nur rund 240 Arten bekannt, die allerdings weltweit vorkommen. Sie sind klein bis mittelgroß und haben sechs Augen, die in drei Gruppen angeordnet sind (Abb. 4.3). Scytodiden fallen durch ihre langen, dünnen Beine und den auffällig großen Vorderkörper auf. Dieser ist so groß wie der Hinterkörper und manchmal, recht ungewöhnlich für Spinnen, sogar etwas größer. Darin versteckt sich eine Leimdrüse, die Speispinnen zu einer einzigartigen Methode des Beutefangs befähigt, die vermutlich auch im übrigen Tierreich ihresgleichen sucht. Die meisten Scytodiden bauen keine Netze, sondern laufen nachts langsam auf der Suche nach Beute umher. Lediglich einige tropische Arten bauen unregelmäßige Netze, in denen sie auf Beute lauern.