Fazit und Ausblick: An den Grenzen der Konvention
摘要
Das gesamte Bilderbuch ist in seiner materiellen Einheit als Gesamttext zu verstehen, dessen Paratextualität sich in der typografischen Strukturiertheit und damit in der Nonlinearität äußert. Diese Nonlinearität zeigt sich in besonderem Maße innerhalb der räumlichen Peripherie. Hier werden Sehflächen diagrammatisch organisiert. Das so entstehende Ganze ist ein komplexes Gefüge, die diagrammatische Organisation setzt Klammern und konnotiert Einzelelemente wie Sehflächen mit bestimmten konventionalisierten Funktionen. In den Blickbewegungen wird deutlich, dass die Proband/innen diese Konventionen weitgehend verinnerlicht haben und insbesondere geübte Leser/innen sehr gezielt jene Elemente fixieren, die als konventionell relevant markiert sind und jene ignorieren, die als konventionell irrelevant markiert sind. Ein Ausbrechen aus dieser selektiven Rezeption wird nur durch extrem unkonventionell gestaltete Sehflächen evoziert.