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Schwindel

  • Christoph Helmchen,
  • Björn Machner

摘要

Die Lebenszeitprävalenz von Schwindel liegt bei ca. 30 % (Frauen: 36,2 %, Männer 22,4 %), für vestibulären Schwindel 7,4 % (Neuhauser 2007). Schwindel gehört zu den am häufigsten beklagten Symptomen bei ambulanten Patienten, auch in der Notaufnahme. Allein die Lebenszeitprävalenz der häufigsten Schwindelform, dem gutartigen paroxysmalen Lagerungsschwindel (2,4 %), ist mehr als doppelt so hoch als die vom Schlaganfall (0,9 %). Etwa 2 % der Patienten konsultieren einen Arzt bei der ersten Schwindelepisode (Neuhauser et al. 2008). Schwindel tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf (mit 70 Jahren klagen 35 % aller Patienten über Schwindel; > 88 Jahre: 48 %) und die Ursachen des Schwindels wechseln über die Lebensspanne von monokausalem, oftmals periodisch-rezidivierendem Schwindel zu chronisch-progredientem und multifaktoriellem (diabetische Polyneuropathie mit Hirninfarkten) oder multisensorischem Schwindel (z. B. Polyneuropathie mit vestibulärer Unterfunktion). Schwindel ist keine Krankheit im nosologischen Sinne. Aus Sicht der Patienten handelt es sich um ein- und dasselbe Symptom, das aber ganz unterschiedliche Ursachen und Ätiologien hat. Sie lassen sich durch einige wenige anamnestische Angaben und klinische Zeichen auch in der Notaufnahme in den meisten Fällen leicht voneinander trennen. Dieses Kapitel soll dazu einen Beitrag liefern.