Neurologische Aspekte der kardiopulmonalen Reanimation
摘要
Galten der ärztliche Berufsstand und somit auch die Anfänge der Notfallmedizin noch bis ins Mittelalter als wenig angesehen, weil ja gegen vermeintliche Verfügungen Gottes vorgegangen wurde, entwickelten sich v. a. durch kriegerische Auseinandersetzungen (z. B. Napoleonische Feldzüge) im 19. Jahrhundert erste Konzepte zur Versorgung Schwerstverletzter. Insbesondere in Bezug auf Wiederbelebungsmaßnahmen galt der besondere Fokus dem Beinaheertrinken: Hier wurden noch indirekte Thoraxexkursionen durch Armbewegungen wie sie bis in 20. Jahrhundert propagiert wurden favorisiert, während Peter Safar vor fast 60 Jahren die Mund-zu-Mund-Beatmung als die effektivere Methode zur Luftinsufflation erkannte. Etwa zeitgleich entwickelte sich das Konzept der Herzdruckmassage sowie konsekutiv die Kombination aus beidem. Heutzutage werden die Reanimationsguidelines schon lange in regelmäßigen Abständen von der American Heart Association (AHA) überarbeitet und publiziert. Ähnliche Empfehlungen werden vom European Resuscitation Council (ERC) erarbeitet und in 5-jährigen Zyklen aktualisiert. Zudem erfolgt eine übergreifende evidenzbasierte Bewertung der Empfehlungen der einzelnen Länder- und Fachgesellschaften durch das International Liaison Committee on Resuscitation (ILCOR) – die ILCOR Consensus Statements. Diese dienen wiederum als Grundlage der regelmäßigen nationalen Anpassungen. Auf die in Europa geltenden Empfehlungen wird im weiteren Text Bezug genommen.