Die Grammatik des Gedächtnisses der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur
摘要
Um Prozesse der Gedächtniskonstruktion und -konfiguration, also die Bildung und Zirkulation von Erinnerungen im kollektiven Gedächtnis, festzustellen, schlägt Aleida Assmann in Der lange Schatten der Vergangenheit vor, Gedächtniskonstruktionen in Form einer „‚Grammatik‘ des individuellen und kollektiven Gedächtnisses [zu] bestimmen“ (A. Assmann 2018, 62). Unter dem Begriff der Grammatik versteht sie „Mechanism[en] des Hervorbringens“, keine „abschließende und stillstellende Klassifikation“, sondern „ein Regelwerk“ (ebd.), das aus sich wiederholenden Topoi besteht. Die Wiederholbarkeit bedeutetDie Skizzierung der Grammatik des kollektiven Gedächtnisses bedeutet, sich dessen Inhalten am Beispiel von Grundmustern anzunähern. Als Grundmuster haben sich in der Gedächtnisforschung u. a. die Topoi etabliert, da „das literarische Gedächtnis in Topoi seinen Ausdruck“ (Erll 2017, 63; vgl. auch Jung 2018, 158) findet.