Hohlspiegel gesellschaftlicher Umbrüche und Krisen: Gabriele Tergits So war’s eben
摘要
Mit ihrem Roman So war’s eben suchte Gabriele Tergit Anschluss an den Literaturbetrieb der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit zu finden. Der Beitrag fragt nach den möglichen Gründen, warum das nicht gelang, und fokussiert auf das zeitkritische Moment in Tergits um 1959 begonnenem, autobiografisch gefärbtem Roman. Dabei steht die Frage im Zentrum, welche Veränderungen und Imaginationen von sozialen und kulturellen Zugehörigkeiten und Zuschreibungen von Jüdinnen*Juden unter den Vorzeichen der zeitgeschichtlichen Krisen- und Brucherfahrung narrativ inszeniert und interpretiert werden.