Perspektiven auf die unmittelbare Nachkriegszeit: Gabriele Tergits Der erste Zug nach Berlin und Susanne Kerckhoffs Berliner Briefe
摘要
Die beiden Prosatexte Der erste Zug nach Berlin und Berliner Briefe sind 2023 bzw. 2020 neu aufgelegt worden. Sie sind Indiz für eine Wiederentdeckung der beiden Autorinnen Gabriele Tergit und Susanne Kerckhoff. Die Texte verbindet auf der inhaltlichen Ebene die Auseinandersetzung mit den gesellschaftspolitischen Entwicklungen in der Nachkriegszeit. Tergit und Kerckhoff wählten dafür jeweils eine weibliche Erzählstimme, mittels derer sie Fragen von Handlungsräumen und -möglichkeiten während der NS-Zeit und der Nachkriegsgegenwart erörterten sowie mit einer Befragung von Geschlechterrollen und -bildern verbanden. Die vergleichende Lektüre der beiden Texte verdeutlicht jedoch auch entscheidende Unterschiede in den unternommenen Gesellschaftsdiagnosen.