„Leser merken janischt“. Typografie und Suggestion im Käsebier-Roman
摘要
Der Aufsatz nimmt jene Praktiken des Zeitungsbetriebs in den Blick, die den Ruhm des Volkssängers Käsebier in Tergits Roman allererst auslösen. Dabei steht die fiktionale Berliner Rundschau im Mittelpunkt: zum einen die Redaktion der Donnerstagseite, in der unter Druck geschrieben wird und in der die wiederholten Auftritte des Metteurs Miehlke dafür sorgen, dass die Inhalte überhaupt Form annehmen; zum anderen der Setzersaal, in dem eine Reihe satztechnischer und typografischer Entscheidungen die Umbrüche im Betrieb und in der Gesellschaft nicht nur widerspiegeln, sondern auch beeinflussen können. Durch die genaue Beschreibung dieser Vorgänge liefert der Roman eine Poetologie der Bedingungen seiner eigenen Machart.