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Einleitung

  • Christian Grüny

摘要

Was ist eine „Oper in 8 Räumen“? So nämlich lautet der Untertitel von Hannes Seidls im Sommer 2021 in der basis in Frankfurt am Main realisiertem Projekt We Can Be Heroes. Dass es sich dabei um eine Art Crossover mit unklarer disziplinärer Zugehörigkeit handelt, kann bereits diesem Titel und den äußeren Daten abgelesen werden: Die basis ist eine „Produktions- und Ausstellungsplattform“, also eine Institution der bildenden Kunst, Seidl ist Komponist, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit installativen und partizipativen Arbeiten hervorgetreten ist (das Multimediale versteht sich mittlerweile beinahe von selbst). Der Selbstbeschreibung des Projekts zufolge handelt es sich um eine Oper, die nicht auf einer Bühne stattfindet, sondern begehbar ist, die nicht durch ihren Apparat definiert ist und in der das Publikum selbst im Mittelpunkt steht. Seidl selbst tritt hier gerade nicht als Komponist im engeren Sinne in Erscheinung, sondern als eine Art künstlerischer Kurator, der sieben andere Komponist*innen und Klangkünstler*innen eingeladen hat, je einen Raum zu gestalten. Er definiert den Rahmen der Arbeit, stellt die Leitfragen, koordiniert die einzelnen Arbeiten und arbeitet an ihrer Realisierung mit.