Konklusion
摘要
Wenngleich der Forschungsstand, wenn es sich um die intendierte Textaussage des Musil’schen Œuvre handelt, durch das Fehlen einer Opinio communis gekennzeichnet ist, hat die vorliegende Studie den Beweis angetreten, dass eine ebensolche freizulegen ist. In Musils Opus magnum laufen die konzeptionellen Fäden zusammen, die bereits in seinem ersten Roman angelegt sind. Die zeitgeschichtliche Ausrichtung, die im Törleß mit seiner Beschwörung des slawisch-germanischen Konfliktes verdeckt vorliegt, nahm dann mit dem Handlungsjahr 1913 – wie die zeitliche Verortung lautet – den Zustand der elitären Wiener Gesellschaftskreise in den Blick. So aktionistisch sich der Regent den Standessitten verpflichtet fühlte, als es galt, auf das Thronfolgerattentat zu reagieren, so ideologisch verblendet haben laut Musil die höchsten Vertreter der Beamtenriege dazu tendiert, den politischen Status quo im Reich zu sichern. Erst als das Herrschaftsanrecht der aristokratischen Klasse obsolet wurde, realisierte sich ein Wandel in der Staatsform hin zur Ersten Republik. Derart lief der Weltkonflikt, der bei Musil das Ergebnis von (kausal relevanten) Funktionszusammenhängen war, auf eine Homogenisierung der (modernen) europäischen Politlandschaft hinaus.