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Unterkühlung, Ertrinken und Tauchunfälle

  • Jan-Christoph Lewejohann

摘要

Hypothermie entsteht ab einer Körperkerntemperatur von <35 °C. Kinder kühlen infolge ihres größeren Verhältnisses von Körperoberfläche zu -masse deutlich schneller aus als Erwachsene. Hypotherme Patienten sollten nur behutsam in ständiger Reanimationsbereitschaft bewegt werden. Bei 18 °C Körperkerntemperatur kann das Gehirn einen Kreislaufstillstand bis zu 10× länger tolerieren als bei 37 °C. Die Symptome des Ertrinkens (häufig von Hypothermie begleitet) ähneln einer akuten Trachealobstruktion mit rasch zunehmender Hypoxie. Bei der Notfallbehandlung steht die Beseitigung der Hypoxämie im Vordergrund, die Intensivtherapie erfolgt nach evidenzbasierten Standards. Echte Tauchunfälle umfassen Barotraumen und die Dekompressionskrankheit, unterschieden in der Akutphase in Typ 1 (Leitsymptom muskuloskelettale Schmerzen) und Typ 2 (neurologische Leitsymptome). Treten innerhalb der ersten 24 h nach einem Tauchgang Leitsymptome auf, muss an eine Dekompressionskrankheit gedacht werden.