Intensivtherapie bei Verletzungen der Kiefer- und Gesichtsregion
摘要
Die Schädel- und Gesichtstraumatologie besitzt für die Intensivmedizin eine besondere Bedeutung. Gesichtsschädelfrakturen, also Mittelgesichts-, Unterkiefer-, Frontobasisfrakturen sowie kombinierte Weichteil-Knochen-Verletzungen des Gesichtsschädels sind in diesem Beitrag thematisiert. Die Primärversorgung sollte spätestens ca. 7–10 Tage nach dem Trauma erfolgen. Die Zugangswege sind in der Kiefer-/Gesichtsregion begrenzt. So werden die Frakturen von intraoral, mit kleinen periorbitalen Inzisionen und bei komplexen Mittelgesichtsfrakturen über einen Bügelschnitt angegangen. Bereits im Rahmen der Primärversorgung kann eine primäre Knochentransplantation notwendig werden. Die Weichteilversorgung erfolgt mit feinstem atraumatischem Nahtmaterial. Die modernen Anästhesie- und Osteosyntheseverfahren ermöglichen die Anwendung fortschrittlicher chirurgischer Techniken, und die postoperative Intensivbehandlung v. a. des polytraumatisierten Patienten, konnte wesentlich verbessert werden.