Diabetisches Koma und perioperative Diabetestherapie
摘要
Das hyperglykämische Koma mit seinen Unterformen der diabetischen Ketoazidose und des hyperosmolaren Komas sowie der hypoglykämische Schock stellen lebensbedrohliche Akutkomplikationen bei Patienten mit Diabetes mellitus dar. Die Therapie des hyperglykämischen Komas besteht aus den 3 Pfeilern Volumensubstitution, niedrigdosierte Insulingabe und Ausgleich der Elektrolyte. Die Therapie des hypoglykämischen Schocks erfolgt durch parenterale Glukosegabe. Zu beachten ist, dass bei Einsatz lang wirksamer Depotinsuline oder durch eine Kumulation von Sulfonylharnstoffen, insbesondere bei nierensuffizienten Patienten, auch nach anfangs rascher Befundbesserung, neuerliche und lang anhaltende Hypoglykämien auftreten können. Hyperglykämien > 140 mg/dl sind ein häufiger Befund bei chirurgischen Patienten und in der perioperativen Phase mit schlechteren chirurgischen Ergebnissen assoziiert. Die Rolle verschiedener Antidiabetika, die optimalen glykämischen Ziele und die Bedeutung eines interprofessionellen Teamansatzes für die verbesserte Versorgung dieser Patienten während der perioperativen Phase unter besonderer Berücksichtigung intensivmedizinischer Aspekte sind Inhalt des zweiten Abschnittes des folgenden Kapitels.