Chronische Schmerzen in der Hernienchirurgie: Präoperative Risikoeinschätzung und Empfehlungen
摘要
Die Vermeidung chronischer Schmerzen ist ein Hauptanliegen bei der Versorgung von Leistenbrüchen und kann als das wichtigste klinische Ergebnis angesehen werden, da die Rezidivraten gesunken sind und Schmerzen zur häufigeren und wichtigeren Komplikation geworden sind. Das Verständnis der ursächlichen Mechanismen und Risikofaktoren chronischer postoperativer inguinaler Schmerzen (CPIP) hilft, diesen Zustand zu verhindern, zu diagnostizieren und zu behandeln. Bei der Behandlung von Patienten mit CPIP wird interdisziplinäre Diagnostik und ein multidisziplinäres Team empfohlen, in der ersten Behandlungslinie sollen medikamentöse Therapien wie auch diagnostische und therapeutische Nervenblockaden zur Anwendung kommen. Ein maßgeschneiderter Ansatz für die Neurektomie mit oder ohne Netzentfernung wird je nach primärer Operationsmethode notwendig, wobei die Entscheidung über den Neurektomietyp – selektiv oder dreifach – im Ermessen des erfahrenen Chirurgen liegt. Detaillierte Kenntnisse der Risikofaktoren, akribische Operationstechnik mit profunden Kenntnissen der Anatomie, richtige Nervenidentifikation und -handhabung und sorgfältige Netzfixation sind für die Prävention von CPIP von größter Bedeutung.