Lernkurven der Robotik bei Hernienoperationen
摘要
Wie bei jeder neuen Technologie, bedarf es bei der roboterassistierten Chirurgie auch einer gewissen Einarbeitungszeit. Je nach vorhandener Expertise in der konventionellen minimalinvasiven Chirurgie, kann die Lernkurve für Robotik mehr oder weniger Zeit in Anspruch nehmen. Eine neue Technik darf nicht mehr Komplikationen verursachen, sie muss mindestens gleich-gut sein wie die Standardtechnik (non-inferiority). Der erhöhte Zeitaufwand, der zu Anfang der Anwendung der robotischen Hernienchirurgie einhergeht wird Lernkurve genannt. Mit Ende der Eingewöhnung in Konsole und Roboterarme reduziert sich der Zeitaufwand für die OP-Dauer und der Chirurg beginnt mit zunehmender Expertise komplexere Operationen durchzuführen. Studien haben gezeigt, dass die anfängliche Operationszeit von Ventral- und Leistenhernien nach einer bestimmten Anzahl abnimmt. Hilfreich für den Beginn mit der Robotik sind Übungen am Simulator, die Durchführung virtueller Operationen und das Arbeiten mit Operationsmodellen. Für roboterassistierte Eingriffe ist ein gut ausgebildetes und eingespieltes Team erforderlich, es sollte darauf geachtet werden, dass Personen mit unterschiedlichem Erfahrungsstand integriert werden, um die Teamförderung zu optimieren. Auch der Erfahrungsaustausch ist ein Schlüssel zum Erfolg; mit dem Proktorenprinzip, Hospitationen und internationale Plattformen über soziale Medien werden Kanäle zur Optimierung des Wachstums in der Robotik angeboten, sodass das chirurgische Fachwissen zeitgemäß weiterentwickelt werden kann.