Produktionsplanung: Materialbedarfsplanung
摘要
Die Materialbedarfsplanung dient der Ermittlung der für die Durchführung des Produktionshauptprogramms notwendigen Mengen an Rohstoffen und Vorprodukten. Das Ergebnis der Materialbedarfsplanung sind die zu Losen zusammengefassten, vorterminierten Nettosekundärbedarfe der für die Realisierung des Produktionsprogramms benötigten Materialien. Die einzelnen Schritte der Materialbedarfsplanung sind das Thema dieses Kapitels. Zuerst werden die Bruttobedarfe mithilfe von deterministischen oder stochastischen Verfahren ermittelt und anschließend die daraus resultierenden Nettobedarfe (= Bruttobedarf abzüglich Lagerbestände) bestimmt. Nachdem für diese Nettobedarfe eine Vorlaufzeitverschiebung vorgenommen wurde, um eine rechtzeitige Lieferung/Fertigstellung der einzelnen Materialien sicherzustellen, werden diese im Rahmen der Losgrößenplanung zu kostengünstigen Losen zusammengefasst. Je nach Situation kann es vorteilhafter sein, wenige große Lose oder viele kleine Lose zu bilden. Für die Losgrößenplanung gibt es statische (z. B. das Modell der Economic Order Quantity = EOQ) und dynamische Losgrößenmodelle (z. B. das Silver-Meal-, Least-Unit-Cost-, und das Part-Period-Balancing-Verfahren sowie der Wagner-Within-Algorithmus). Nach Abschluss dieses Kapitels können Sie … Das Lehrbuch „Produktionswirtschaft: Planung, Steuerung und Industrie 4.0“ (Florian Kellner, Bernhard Lienland, Maximilian Lukesch, 3. Auflage, Springer Gabler, 2022) vermittelt die für die Bearbeitung dieser Aufgaben nötigen theoretischen Grundlagen in Kapitel 3.3.5 „Materialbedarfsplanung“.