Übersetzungsformen und Praktiken: Wissenschaftsprosa
摘要
Die Wissenschaftsübersetzung stellt eine der wichtigsten originären Übersetzungskulturen der Frühen Neuzeit dar. Sie erscheint in ihren wesentlichen Modi als Produkt der Privilegierung der Vernakularsprachen durch die entstehenden modernen Naturwissenschaften im 17. Jh. Das transnationale Selbstverständnis der New Sciences mit ihren universellen Wahrheitsansprüchen erzeugt einen massiven Übersetzungsboom, dessen zentrale Agenturen Akademien und wissenschaftliche Fachzeitschriften sind. Dabei bildet die Wissenschaftsübersetzung translatorische Standards aus, die sich deutlich von anderen Feldern des Übersetzens unterscheiden. Wissenschaftliche Übersetzer begreifen sich in der Regel als (potenzieller) Teil der Scientific Community und beanspruchen, via Kommentierung, Annotation, Ergänzungen und Korrekturen Teil des wissenschaftlichen Diskurses zu sein.