Translationsräume: Sozial
摘要
Mit dem Medienwechsel durch den Druck ergab sich die Möglichkeit, Werke der antiken Literatur, insbesondere lateinische Klassiker, die zuvor nur von einer sehr kleinen Gruppe verstanden und genutzt werden konnten, durch volkssprachige Ausgaben in andere soziale Räume und Gruppen zu transferieren. Dieses Vorhaben unterstützten ebenfalls viele Humanisten. Der Artikel demonstriert an bekannten lateinischen Werken der Antike und Spätantike, dass es einige Zeit brauchte, bis es, wenngleich nur in Ansätzen, gelang, dieses Vorhaben umzusetzen. Entscheidend dafür waren zielkulturelle linguale und mediale Transformationen, die dafür sorgten, dass die gedruckten Werke auf andere Weise präsentiert wurden als die nach wie vor an den lateinischen Ausgangstexten orientierten wissenschaftlichen Ausgaben.