Im Westeuropa der Frühen Neuzeit wurde der afrikanische Kontinent immer noch mit dem Exotischen, Fremden und manchmal geradezu Unglaublichen assoziiert – lange nachdem große Teile Asiens und Amerikas in die europäische Vorstellung von der bekannten Welt integriert worden waren. Die Küstenregionen einiger Teile Afrikas waren bereits von vorigen Kolonialmächten wie den Portugiesen gründlich kartografiert worden, da die Hafenstädte seit Jahrhunderten für den Handel mit Sklaven, Gold und Elfenbein von Bedeutung waren. Eine Untersuchung der internationalen Zirkulation von naturwissenschaftlichen Reiseberichten über Afrika in Westeuropa gibt Aufschluss über den Beitrag der Übersetzung zur Beschaffung von – oft heftig umstrittenen – Informationen und somit zur Geschichte des (Nicht-)Wissens in der Frühen Neuzeit.

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Translationsräume: Afrikanisch

  • Alison E. Martin

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Im Westeuropa der Frühen Neuzeit wurde der afrikanische Kontinent immer noch mit dem Exotischen, Fremden und manchmal geradezu Unglaublichen assoziiert – lange nachdem große Teile Asiens und Amerikas in die europäische Vorstellung von der bekannten Welt integriert worden waren. Die Küstenregionen einiger Teile Afrikas waren bereits von vorigen Kolonialmächten wie den Portugiesen gründlich kartografiert worden, da die Hafenstädte seit Jahrhunderten für den Handel mit Sklaven, Gold und Elfenbein von Bedeutung waren. Eine Untersuchung der internationalen Zirkulation von naturwissenschaftlichen Reiseberichten über Afrika in Westeuropa gibt Aufschluss über den Beitrag der Übersetzung zur Beschaffung von – oft heftig umstrittenen – Informationen und somit zur Geschichte des (Nicht-)Wissens in der Frühen Neuzeit.