Institutionen des Übersetzens: Ehe und Familie
摘要
In der Frühen Neuzeit entstehen Übersetzungen nicht nur im stillen Kämmerlein, sondern inmitten der Familie. Der Haushalt als übergeordnete Kategorie, die sowohl Ehen wie transgenerationale Zusammenarbeit und Kooperation mit Geschwistern umfasst, ist ein zentraler Ort des Übersetzens. Gerade Übersetzungen, die in Ehen entstanden sind, haben jedoch mit einer potenzierten Unsichtbarkeit zu kämpfen, die Übergänge von Zusammenarbeit zu Ausbeutung sind fließend. In diesem Sinne stellt gemeinschaftliches Übersetzen die historische Forschung vor Herausforderungen und bietet zugleich ein weites, bisher kaum ergründetes Untersuchungsfeld. Ehe/Familie spielen hierbei sowohl als Ort und Kontext eine Rolle wie als Thema von Paratexten und als Metaphern für das Übersetzen selbst.