Frühneuzeitliche Konzepte und Reflexionen des Übersetzens: Prinzipien
摘要
In der Frühen Neuzeit führt das Wachstum an Übersetzungen zur verstärkten Reflexion der Prinzipien. Die lateinischen und die vernakulären Diskurse bauen auf antiken Grundlagen auf, plädieren in der Mehrzahl für sinngemäßes Übersetzen, aber zeugen auch von einem Bewusstsein für die Eigengesetzlichkeit der Sprachen. Mit besonderer Intensität wird der Streit über die beste Übersetzungsmethode in der Theologie geführt. Theoretische Aussagen besagen jedoch wenig über die konkrete Praxis. In den deutschen Antikenübersetzungen sind variierende Strategien rückführenden, imitativen, vermittelnden, erzählenden, normierenden und amalgamierenden Übersetzens zu beobachten. Der Ausblick auf moderne Übersetzungstheorien lässt diachrone Entwicklungslinien und historische Spezifika erkennen, die die These eines übersetzungsgeschichtlichen Umbruchs in der Frühen Neuzeit in Frage stellen.