„Es kann das mit dem Landtage alles nicht wahr seyn!“. Die deutsche Gelehrtenrepublik – betrachtet durch die Augen von Matthias Claudius alias Laurenz Rohrdommel
摘要
Matthias ClaudiusClaudius, Matthias ("Laurenz Rohrdommel") nahm als Redakteur des Wandsbecker Bothen regen Anteil an literarischen Debatten seiner Zeit. Er besprach wichtige Publikationen (etwa GoethesGoethe, Johann Wolfgang von Werther) mit der für ihn charakteristischen inszenierten Naivität. Oftmals erfindet sich der Rezensent einen Gesprächspartner, den er in seiner vorgeblichen Ratlosigkeit um Auskunft bitten kann. In der Besprechung von Klopstocks Gelehrtenrepublik treibt ClaudiusClaudius, Matthias ("Laurenz Rohrdommel") dieses Spiel auf die Spitze. Er nimmt Laurenz RohrdommelsClaudius, Matthias ("Laurenz Rohrdommel") Verhör zum Anlass, sich einen zweiten Rohrdommel zu erfinden: Laurenzens Bruder Hartwig. Der Beitrag analysiert, wie Claudius’Claudius, Matthias ("Laurenz Rohrdommel") Besprechung der Gelehrtenrepublik mit dem Verhältnis von Fiktion und Tatsache spielt und gleichzeitig eine Absage an die zeitgenössische Wahrscheinlichkeitsliteratur darstellt. Dabei soll auch gezeigt werden, wie ClaudiusClaudius, Matthias ("Laurenz Rohrdommel") Klopstock gelesen und verstanden hat – und wie man (aus seiner Sicht) Klopstock nicht lesen sollte.