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Die Balance zwischen Autor und Publikum in Klopstocks Projekt einer Gelehrtenrepublik im Jahr 1774

  • Alexander Nebrig

摘要

Friedrich Gottlieb Klopstock zeichnete mit der ‚deutschen Gelehrtenrepublik‘ für eines der wichtigsten Subskriptionsprojekte der deutschsprachigen Literatur des 18. Jahrhunderts verantwortlich. Hervorzuheben ist der performative Charakter dieses Projekts. Dass Schreibende unabhängig von der Verlagswirtschaft gemeinsam mit ihrem Publikum Bücher finanzierten, war nicht unbedingt neu, jedoch die Besonderheit, dass Klopstock mit der zu subskribierenden Gelehrtenrepublik eine Ethik der gelehrten Kommunikation gleich mitlieferte. Sein Plan der Gelehrsamkeit schloss das Verhältnis zwischen Forschung und ihrer Rezeption genauso mit ein wie die dazwischen geschalteten Vorgänge von Buchproduktion und Distribution. Geht es in Klopstocks Werk um die gelehrte Kommunikation, so in den Paratexten um die vermittlungstechnischen Fragen. Die Subskription ist distributives Mittel und rezeptionsästhetischer Zweck in einem. Daher sind Klopstocks Subskribenten Bezieher einer subskribierten Schrift, die realen Mitglieder der Gelehrtenrepublik und Lesende zugleich, die einen kommunikativen Raum mit den Schreibenden oder Skribenten bilden.