Die atraumatische Humeruskopfnekrose ist nach dem Femurkopf die zweithäufigste atraumatische Knochennekrose des Menschen. Ihre Häufigkeit wird auf etwa 2–3 Fälle pro 100.000 Personen und pro Jahr geschätzt. Man unterscheidet die idiopathische Form von der sekundären Humeruskopfnekrose, wobei die posttraumatischen Nekroseformen eine spezielle Entität darstellen. Das klinische Bild dieser Erkrankung ist sehr uneinheitlich und von uncharakteristischen Schmerzen sowohl bei der Bewegung als auch in Ruhe und in der Nacht gekennzeichnet. In der Diagnostik kommt der Bildgebung, insbesondere den Schichtbildverfahren wie CT und MRT, große Bedeutung zu. Nach Cruess (1985) wird die Erkrankung in 5 Stadien eingeteilt. Im Stadium 1 und 2 bleibt die Kopfkontur erhalten, im Stadium 3 und 4 bricht der Knochen im Nekrosebezirk zunehmend ein, im Stadium 5 ist die Pfanne mitbeteiligt. Therapeutisch kommen neben konservativen Therapieansätzen gelenkerhaltende operative Therapieoptionen sowie unterschiedliche Formen des Gelenkersatzes zur Anwendung, zu berücksichtigen sind die Beschwerden des Patienten und das Stadium der Erkrankung. Der Gelenkerhalt steht und fällt mit der Integrität der Anatomie. Durch die heutigen modernen Bildgebungsverfahren kann mittels Röntgen, CT und MRT in aller Regel das Stadium der Erkrankung mit Beteiligung von Knorpel, Knochen und Weichteilen sicher diagnostiziert werden. Problematisch ist das Abwägen der unterschiedlichen Therapieverfahren. Die weit fortgeschrittenen und komplexen Fälle mit Destruktion des Glenoids und Rotatorenmanschetteninsuffizienz müssen mit einer inversen Prothese versorgt werden.

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Humeruskopfnekrose

  • Manfred Pfahler,
  • Dirk Böhm,
  • Ernst Wiedemann

摘要

Die atraumatische Humeruskopfnekrose ist nach dem Femurkopf die zweithäufigste atraumatische Knochennekrose des Menschen. Ihre Häufigkeit wird auf etwa 2–3 Fälle pro 100.000 Personen und pro Jahr geschätzt. Man unterscheidet die idiopathische Form von der sekundären Humeruskopfnekrose, wobei die posttraumatischen Nekroseformen eine spezielle Entität darstellen. Das klinische Bild dieser Erkrankung ist sehr uneinheitlich und von uncharakteristischen Schmerzen sowohl bei der Bewegung als auch in Ruhe und in der Nacht gekennzeichnet. In der Diagnostik kommt der Bildgebung, insbesondere den Schichtbildverfahren wie CT und MRT, große Bedeutung zu. Nach Cruess (1985) wird die Erkrankung in 5 Stadien eingeteilt. Im Stadium 1 und 2 bleibt die Kopfkontur erhalten, im Stadium 3 und 4 bricht der Knochen im Nekrosebezirk zunehmend ein, im Stadium 5 ist die Pfanne mitbeteiligt. Therapeutisch kommen neben konservativen Therapieansätzen gelenkerhaltende operative Therapieoptionen sowie unterschiedliche Formen des Gelenkersatzes zur Anwendung, zu berücksichtigen sind die Beschwerden des Patienten und das Stadium der Erkrankung. Der Gelenkerhalt steht und fällt mit der Integrität der Anatomie. Durch die heutigen modernen Bildgebungsverfahren kann mittels Röntgen, CT und MRT in aller Regel das Stadium der Erkrankung mit Beteiligung von Knorpel, Knochen und Weichteilen sicher diagnostiziert werden. Problematisch ist das Abwägen der unterschiedlichen Therapieverfahren. Die weit fortgeschrittenen und komplexen Fälle mit Destruktion des Glenoids und Rotatorenmanschetteninsuffizienz müssen mit einer inversen Prothese versorgt werden.