Tumorendoprothetik der Schulter
摘要
Maligne Knochentumoren im Bereich des proximalen Humerus sind selten. Die bildgebende Diagnostik umfasst zumindest Röntgenaufnahmen und MRT-Aufnahmen mit Abbildung des gesamten Humerus (Skip-Läsionen) und Kontrastmittel. Bei allen unklaren Befunden ist eine bioptische Abklärung erforderlich. Dies sollte in einem speziellen Tumorzentrum erfolgen. Ein Extremitätenerhalt ist in den meisten Fällen möglich. Zur Rekonstruktion des entstandenen knöchernen Defektes stehen biologische Rekonstruktionen und modulare Tumorprothesen zur Verfügung. Diese bieten individuelle Versorgungsmöglichkeiten. Sofern der N. axillaris und weitestgehende Anteile des M. deltoideus onkologisch erhalten werden können, führt der inverse proximale Humerusersatz zu besseren funktionellen Ergebnissen. Bei wenig ausgedehnten Knochendefekten des proximalen Humerus oder bei palliativen Therapieansätzen ist auch eine Rekonstruktion über herkömmliche Schulterprothesen möglich.