Die Behandlung von Frakturfolgen des proximalen Humerus erfordert oft eine chirurgische Intervention. Beim Frakturfolgezustand Typ I nach Boileau handelt es sich um eine intrakapsulär impaktierte Humeruskopffraktur oder Humeruskopfnekrose mit geringer Fehlstellung der Tuberkula ohne Notwendigkeit zur Osteotomie des Tuberculum majus für den Fall der Implantation einer Schaftendoprothese. Wenn die Rotatorenmanschette in ihrer Integrität bei weitgehend ortständigen Tuberkula ohne größere Fehlstellung erhalten ist, können durch anatomische Schulterendoprothesen verlässliche und gute Resultate erzielt werden. Eine Varusfehlstellung im proximalen Humerus, fettige Infiltration der Rotatorenmanschette und eine Voroperation gelten als negative Prädiktoren für das Ergebnis. Während in den vergangenen Jahren Schaftendoprothesen (der 4. Generation) mit der Möglichkeit der exzentrischen Verschiebung des Kopfes zum Schaft eine weitgehend anatomische Stellung des Kopfes im Rotationszentrum ermöglicht haben, werden jetzt zunehmend schaftfreie Endoprothesen verwendet. Die Vorteile der schaftfreien Endoprothesen liegen in der knochenschonenden Implantation, der guten Wechselbarkeit der anatomischen Endoprothese auf ein inverses Implantat und der einfachen Positionierbarkeit zur Wiederherstellung des Rotationszentrums bei vergleichbaren klinischen Ergebnissen mit Standardschäften.

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Frakturfolgezustand Typ I nach proximaler Humerusfraktur

  • Falk Reuther

摘要

Die Behandlung von Frakturfolgen des proximalen Humerus erfordert oft eine chirurgische Intervention. Beim Frakturfolgezustand Typ I nach Boileau handelt es sich um eine intrakapsulär impaktierte Humeruskopffraktur oder Humeruskopfnekrose mit geringer Fehlstellung der Tuberkula ohne Notwendigkeit zur Osteotomie des Tuberculum majus für den Fall der Implantation einer Schaftendoprothese. Wenn die Rotatorenmanschette in ihrer Integrität bei weitgehend ortständigen Tuberkula ohne größere Fehlstellung erhalten ist, können durch anatomische Schulterendoprothesen verlässliche und gute Resultate erzielt werden. Eine Varusfehlstellung im proximalen Humerus, fettige Infiltration der Rotatorenmanschette und eine Voroperation gelten als negative Prädiktoren für das Ergebnis. Während in den vergangenen Jahren Schaftendoprothesen (der 4. Generation) mit der Möglichkeit der exzentrischen Verschiebung des Kopfes zum Schaft eine weitgehend anatomische Stellung des Kopfes im Rotationszentrum ermöglicht haben, werden jetzt zunehmend schaftfreie Endoprothesen verwendet. Die Vorteile der schaftfreien Endoprothesen liegen in der knochenschonenden Implantation, der guten Wechselbarkeit der anatomischen Endoprothese auf ein inverses Implantat und der einfachen Positionierbarkeit zur Wiederherstellung des Rotationszentrums bei vergleichbaren klinischen Ergebnissen mit Standardschäften.