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Hüftendoprothethik bei speziellen Bedingungen: Hüftendoprothetik und Osteoporose

  • Andreas Niemeier

摘要

Mindestens 20–25 % der Patienten, welche eine Hüftendoprothese erhalten, haben eine manifeste, behandlungspflichtige Osteoporose nach WHO-Kriterien. Osteoporose ist assoziiert mit einer erhöhten Rate an intra- und postoperativen periprothetischen Frakturen, früh und spät postoperativer aseptischer Prothesenlockerung, primärer Fehlpositionierung von Implantatkomponenten und somit einem gesamthaft signifikant erhöhten Revisionsrisiko. Lebensalter ist ein Surrogatparameter für Knochenqualität. Spätestens ab dem 70. bis 75. Lebensjahr geht die Verwendung zementierter Schäfte bei Frauen und Männern mit einem signifikant reduzierten Revisionsrisiko im Vergleich zur Verwendung zementfreier Schäfte einher. Im Kontext der Hüftendoprothesenimplantation bei Osteoporose erscheint die Einleitung einer spezifischen medikamentösen antiosteoporotischen Therapie, idealerweise präoperativ, nach aktueller Datenlage sicher und wirksam.