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Hüftendoprothetik bei speziellen Bedingungen: Hüftendoprothetik bei neuromuskulären Erkrankungen

  • Friedrich Böttner,
  • Lisa Renner,
  • Laura Streck

摘要

Der Begriff „neuromuskulär“ wird für Erkrankungen verwendet, die auf einer Pathologie der Muskeln oder Nerven beruhen. Diese führen entweder zu einer schlaffen Parese/Paralyse oder manifestieren sich als spastische Lähmung. Die muskulären Dysbalancen gehen oft mit knöchernen Deformitäten einher, die eine Implantation einer Hüfttotalendoprothese zusätzlich erschweren können. Durch Weichteilreleases bei Vorliegen einer Kontraktur, Verwendung von Implantaten zur Korrektur der femoralen Anteversion, speziellen Operationstechniken zur Rekonstruktion einer azetabulären Dysplasie und die Verwendung spezieller Gleitpaarungen kann dabei der individuellen Deformität Rechnung getragen werden und das Komplikationsrisiko vermindert werden. Gerade bei schweren Grunderkrankungen und ausgeprägten Deformitäten ist die Therapie in der Regel einem Zentrum mit entsprechender operativer Expertise vorbehalten. Oft bedarf das Abwägen einer Operationsindikation einer großen klinischen Erfahrung. Zusätzlich weisen viele dieser Patienten internistische Begleiterkrankungen auf und ihre postoperative Rehabilitation wird durch die Grunderkrankung weiter eingeschränkt, sodass die Betreuung dieser Patienten am besten durch ein multidisziplinäres Team erfolgt.