Hüftendoprothethik bei speziellen Bedingungen: Primäre Endoprothethik bei proximalen Femurfrakturen
摘要
Auch wenn die Inzidenz von proximalen Femurfrakturen in den letzten Jahren weniger anstieg als prognostiziert, handelt es sich um eine vor allem beim älteren Menschen häufig auftretende Verletzung, welche im unfallchirurgischen Alltag sowohl hinsichlich der Therapie als auch hinsichtlich der Nachbehandlung eine große Herausforderung darstellt. Grundsätzlich zu unterscheiden sind per- und subtrochantäre Femurfrakturen von Schenkelsfrakturen. Bei Ersteren ist von einer Schädigung der Gefäßversorgung des Hüftkopfes nicht auszugehen, weshalb eine osteosynthetische Versorgung möglich ist. Bei Letzteren ist die Gefäßversorgung gefährdet, sodass bei älteren Patienten und grob dislozierten Frakturen die Indikation zum Hüftgelenkersatz gegeben ist. Somit besteht diese konkret bei Garden-III- und -IV-Frakturen beim geriatrischen Patienten (biologisches Alter über 70 Jahre), wohingegen bei nichtverschobenen Frakturen die osteosynthetische Versorgung erfolgen kann. Entscheidend ist aber auch in diesem Fall die individuelle Betrachtung des Patienten mit dem Ziel eine schnellstmögliche Mobilisierung unter Vollbelastung zu ermöglichen.