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Primäre Hüftendoprothethik – OP-Technik: Standardschaft – zementiert

  • S. J. Breusch

摘要

Der Langzeiterfolg der Endoprothethik hängt stärker von der Operations- und Zementiertechnik als vom Prothesentyp ab. Voraussetzung für eine lange Standzeit eines jeden zementierten Schafts ist die Etablierung eines dauerhaft funktionierenden Interfaces zwischen Knochen und Zement und eines möglichst defektfreien und gut dimensionierten Zementmantels. Die Zementmanteldicke liegt wohl bei minimal 2 mm in distalen Prothesenabschnitten und sollte metaphysär im Bereich von wenigstens 4–5 mm liegen. Ein durch Zementmanteldefekte bedingter direkter Prothesenstiel-Knochen-Kontakt ermöglicht Abriebpartikeln aus der Gelenkartikulation Zugang zum Interface, wodurch ein osteoklasteninduzierter Osteolyseprozess in Gang gesetzt werden kann. Dieses Phänomen ist wesentliche Grundlage für die osteolytisch bedingte Lockerung oder periprothetische Fraktur, also das Versagensmuster zementierter Schäfte in der 2. Dekade. Das mechanische Versagen eines gut zementierten Prothesenstiels innerhalb der ersten 10 Jahre ist extrem selten und bei adäquater Technik und mit etabliertem Schaftdesign im Grunde zu vernachlässigen („cement mantle for life“).