Perioperatives Management: Blutmanagement
摘要
Als Risikofaktor für erhöhte Morbidität und Mortalität sowie als einer der stärksten Prädiktoren für die Gabe von Erythrozytenkonzentraten (EK) (Gombotz et al., Transfusion 47:1468–1480, 2007; Carson et al., N Engl J Med 377:1261–1272, 2017), sollte eine präoperative Anämie frühzeitig erkannt und behandelt werden. Patient Blood Management (PBM) ist ein interdisziplinäres Konzept. Ziel ist die Erhöhung der Patientensicherheit durch Reduktion von vermeidbaren Fremdbluttransfusionen. PBM beruht auf 3 Säulen: 1) umfassendes Anämiemanagement, 2) Minimierung iatrogener Blutverluste und 3) Etablierung des rationalen Umgangs mit Fremdblutkonserven. Der individuelle Transfusionsbedarf sollte hausintern, eingriffsspezifisch erhoben werden. Bei erhöhter Transfusionswahrscheinlichkeit sollte auf eine präoperative Anämie hin untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Die maschinelle Autotransfusion kann den Bedarf an Fremdbluttransfusionen senken. Bei Hb-Werten von 7–8 g/dl sind die individuellen Kompensationsmechanismen der Patienten entscheidend und es ist daher auf Zeichen der anämischen Hypoxie als Transfusionstrigger zu achten.