Postoperative Maßnahmen und Ergebnisse: Begutachtung
摘要
Bei der Begutachtung von Endoprothesenträgern sind spezielle Aspekte zu berücksichtigen, die mit den Besonderheiten solcher Dauerimplantate zu tun haben. Die zunehmende Häufigkeit des künstlichen Ersatzes großer Gelenke, insbesondere an Hüft-, Knie- und Schultergelenk, deutlich seltener an Ellbogen-, Hand-, Finger- und Sprunggelenk, hat zur Folge, dass gutachtliche Untersuchungen in diversen Rechtsbereichen auch nummerisch an Bedeutung gewinnen. Außer den üblichen Anforderungen an ein qualitativ den Ansprüchen gerecht werdendes Prozedere unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Rechtsbereiche sowie einer objektiv einwandfreien Befunderhebung bezüglich Funktion und Bildgebung, spielen Begriffe wie Haltbarkeit (Standzeit) des Kunstgelenkes, nicht zuletzt im Bezug auf das Lebensalter des Endoprothesenträgers, eine bedeutsame Rolle. Diese wirkt sich in den einzelnen Rechtsbereichen bezüglich der Einschätzung einer MdE bzw. der Bemessung der Invalidität unterschiedlich aus, indem Zustände wie doppelseitiger Gelenkersatz in der Gesetzlichen Unfallversicherung (GUV) und ein Zuschlag bei der Invaliditätsbemessung in der Privaten Unfallversicherung (PUV) zu diesen gutachtlichen Besonderheiten zählen.